Optimierte Energieversorgung für unser Test-Rechenzentrum in Berlin

Optimierte Energieversorgung für unser Test-Rechenzentrum in Berlin 

Im Zuge von Umbaumaßnahmen der elektrischen Energieversorgung an unserem Forschungs- und Test-Rechenzentrum am Hermann-Rietschel-Institut an der TU-Berlin wurde im Februar eine neue sichere Stromversorgung realisiert. 

Autor: M.Eng. Volkan Uluer 

Während des Umbaus wurden neue Hauptverteiler installiert, durch die ab sofort eine redundante Versorgung möglich ist. Bisher war dies für ein Rechenzentrum, das ausschließlich zu Forschungszwecken genutzt wird, nicht erforderlich. Der neue Anschluss wurde für einen möglichen Leistungsverbrauch von 90 kW für insgesamt fünf Racks dimensioniert. Wichtig für die anstehenden Forschungsaufgaben: Die Maximalleistung eines einzelnen Racks kann nun über 40 kW (redundant über 20 kW) betragen. 

Des Weiteren wurde die neue Zuleitung an das Not-Aus-System der Testhalle des Instituts angebunden, damit bei gefährlichen Situationen die Stromversorgung sofort unterbrochen werden kann.  

So besteht – wie in einem produktiven Rechenzentrum – die technische Möglichkeit, dass beim Ausfall eines Strompfades die jeweilige redundante Stromschiene den elektrischen Leistungsbedarf für die Racks komplett übernimmt. Damit ist eine ausfallsichere Versorgung der Server gewährleistet.   

Nebenbei bemerkt: Der Weg zur Realisierung der Umbaumaßnahmen zeigt auch, wie groß der aktuelle Mangel an Fachfirmen ist. So mussten zur Auswahl einer Elektroinstallationsfirma über 50 Handwerksbetriebe angefragt werden. Die ersten Angebotsanfragen verliefen ergebnislos. Letztendlich waren lediglich drei Unternehmen bereit, ein entsprechendes Angebot für die Umbaumaßnahmen abzugeben.

Abbildung 1: Neuer Hauptverteiler für die Stromschienen