Projekt

Pilotprojekte
Großprojekt

Energieeffizienz first

Kassel, 2016
Autor: Ulrich Terrahe

Aufgabenstellung

Mit einer direkten Außenluftkühlung über 95 % im Jahr und Einhaltung der Verfügbarkeitsklasse 3 sowie dem konsequenten Einsatz von effizienter Technik ist 2015 ein Rechenzentrum mit einem PUE unter 1,15 entstanden.

In diesem Projekt war die Vorgabe des Kunden, ein Rechenzentrum zu konzipieren und zu bauen, dass einerseits die Sicherheits- und Verfügbarkeitskriterien eines Level 3 Rechenzentrums erfüllt und anderseits neue Maßstäbe bei dem Thema Energieeffizienz setzt. Hierbei sollte natürlich die Gesamtwirtschaftlichkeit berücksichtigt werden, womit der Fokus auf den TCO (Total Cost of Ownership) lagen.

Fakten

In allen Bereichen, in denen Energie eingesetzt wird, diskutierten wir mit unseren Kunden, welche effizienten Lösungen es am Markt gibt und wo jeweils die Vor- und Nachteile liegen.

In diesem Projekt wurde ein besonderes Augenmerk auf die effiziente Klimatisierung gesetzt. Final entschied sich der Kunde für eine Serverraumkühlung mit direkter freier Außenkühlung sowie für eine gleitende Zuluft in den Serverraum bis 30 °C und ein Feuchtigkeitsfenster von 20 bis 80 % rel. Feuchte zuzulassen.

Sichergestellt werden musste, dass die Zulufttemperatur nicht über 30 °C steigt und eine Luftverunreinigung durch Rauch und Staub nicht in den Raum gelangen würde.

Damit war die Idee für den Einsatz von Raumlufttechnischen Geräten entstanden.

In den USV-Räumen konnten am Markt erhältliche Kompaktklimageräte mit direkter freien Außenkühlung eingesetzt werden. Die geringen Wärmeentwicklungen der Schaltanlagen konnten mit dem Einsatz von Brandschutzvorrichtungen ebenfalls an diese Systeme angeschlossen werden.

Nur die Batterieräume, die bei ca. 20 °C eine optimale Lebensdauer haben, wurden durch separate Klimageräte klimatisiert.

Für die Serverräume wurden RLT-Geräte ausgelegt, die aus einem Zuluft-Modul, einem Abluft-Modul und den entsprechenden Kanalsystemen bestanden. Das Zuluft-Modul bestand aus einer Mischkammer, einer Filterkammer, eine Befeuchtungskammer mit Ultraschall und einer Ventilatorkammer. Das Abluft-Modul aus einer Mischkammer und einer Ventilatoreinheit.

Über einen Außenluftkanal wurde das notwendige Luftvolumen in das System gesaugt und durch einen über das Dach geführten Fortluftkanal wurde die erwärmte Luft abgefühlt. Eine entsprechend ausgelegt Gebäudeleittechnik regelte das notwenige Mischverhältnis zwischen Außen-, Zu-, Ab- und Fortluft.

Parallel wurde ein zweites Kühlsystem mit klassischen Klima-Splitgeräten, bestehend aus Umluftklimageräten mit Kompressor-Einheiten und Rückkühlern aufgebaut. Diese, nicht effiziente Lösung kam aber nur zum Einsatz, wenn die Außentemperatur über 30 °C anstieg bzw. wenn die Sensoren in den Außenluftkanälen Luftverschmutzungen detektierten, was weniger als 5 % Wahrscheinlichkeit innerhalb eines Jahres ausmacht.

Mit dieser Lösung konnte der pPUEKlima auf unter 1,03 (im Jahresmittel) gehalten werden.

Für elektrotechnische Versorgung (wie USV-Anlagen, Transformatoren und Schaltanlagen) wurde darauf geachtet, dass Produkte mit eine hohen Energieeffizienz zum Einsatz kommen.

Das Rechenzentrumsprojekt konnte im Jahre 2018 den Deutschen Rechenzentrumspreis gewinnen!

Für weitere, detailliertere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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