Innovatives Kühlsystem gab den Ausschlag: dc-ce plant neues Rechenzentrum der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald

Die dc-ce übernimmt die Planung für den Neubau des Rechenzentrums der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald. Etwa 1.000 m² Nutzfläche und ein Rechenzentrum mit 500 kW IT-Leistung werden der Universität nach der Fertigstellung zur Verfügung stehen.

Der Auftraggeber setzt auf ein integrales, energieeffizientes Planungskonzept. Hauptanforderung an das gebäudetechnische Konzept war die Entwicklung eines innovativen Kühlsystems, welches durch den kompletten Verzicht auf maschinelle Kälteerzeugung hohen Energieeffizienzansprüchen gerecht und so zum Vorbild für andere Rechenzentren in Deutschland wird.

Ausschlaggebend für den Zuschlag war daher die innovative technische Lösung zur Klimatisierung des neuen Rechenzentrums, die die dc-ce vorgeschlagen hatte: Die Besonderheit des Kühlsystems liegt in den zwei autarken Kühlsystemen. Eines der Kühlsysteme nutzt die direkte Wasserkühlung, die auf einem indirekten freien Kühlungssystem mit adiabatischer Sprühbefeuchtung, in Verbindung mit einem Luft-/Luft-Wärmeübertrager basiert. Das zweite System kühlt direkt die Recheneinheiten (CPU) der Server und führt die Abwärme von ca. 340 kW einem Niedertemperatur-Nahwärmenetz zu. Ergänzt wird diese Technologie durch direkt wassergekühlte Server für das neue Hochleistungsrechencluster der Ernst-Moritz-Arndt-Universität. Die erzeugte Abwärme wird zur Heizung der beiden Gebäude und des künftigen Campus der Ernst-Moritz-Arndt-Universität verwendet.

Aufgrund der Besonderheit, ein Rechenzentrum ohne mechanische Kälteerzeugung zu errichten, ist die Initiierung eines gemeinsamen Forschungsvorhabens mit dem Hermann-Rietschel-Institut der technischen Universität Berlin erfolgt. Ziel des Forschungsprojektes ist es, diese Technologie weiterzuentwickeln und einem breiten Kreis bekannt zu machen.