dc-ce plant das neue Rechenzentrum für die Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald

Visua­li­sie­rung: HWP Planungs­ge­sell­schaft mbH, Frie­der Kauber.
Visua­li­sie­rung: HWP Planungs­ge­sell­schaft mbH, Frie­der Kauber.

Die dc-ce hat - zusam­men mit den Part­nern HWP Planungs­ge­sell­schaft mbH und GTB-Berlin mbH - von der Ernst-Moritz-Arndt-Univer­si­tät in Greifs­wald im VOF-Verfah­ren den Zuschlag für den Neubau eines Rechen­zen­trums und eines Verwal­tungs­ge­bäu­des erhal­ten. Das neue RZ soll insge­samt 500 kW Leis­tung erzeu­gen und gemein­sam mit dem Verwal­tungs­ge­bäude über 1.000 m² Nutz­flä­che verfü­gen.

Mit dem neuen RZ will die Univer­si­tät durch ein inte­gra­les, nach­hal­ti­ges Planungs­kon­zept die immensen Einspar­mög­lich­kei­ten durch Ener­gie­ef­fi­zi­enz demons­trie­ren und so ein Vorbild für weitere Rechen­zen­tren in Deutsch­land zu schaf­fen.

Entschei­den­des Krite­rium für die Auftrags­ver­gabe war deshalb die inno­va­tive tech­ni­sche Lösung zur Klima­ti­sie­rung des neuen Rechen­zen­trums. Als Inge­nieur­büro mit höchs­tem inno­va­ti­vem Anspruch konnte die dc-ce den Kunden mit einer Lösung gewin­nen, die bei der Klima­ti­sie­rung komplett auf mecha­ni­sche Kälte­er­zeu­gung verzich­tet.

Für das neue Hoch­leis­tungs­re­chen­clus­ter werden Server mit direk­ter Wasser­küh­lung einge­setzt, die durch ein indi­rek­tes freies Kühlungs­sys­tem basie­rend auf einem Luft-/Luft-Wärme­über­tra­ger klima­ti­siert werden. Insge­samt wird eine Fläche von 100 m² für die Infor­ma­ti­ons­tech­nik errich­tet.

Die erzeugte Abwärme der Infor­ma­ti­ons­tech­nik wird zur Heizung der beiden Gebäude einge­setzt. Da aufgrund der guten Fassa­den­däm­mung mehr Abwärme zur Verfü­gung steht, als hier genutzt werden kann, wird die übrige Abwärme in ein Nahwär­me­netz einge­speist und zur Behei­zung des Campus im Winter gespei­chert. Die direkt nutz­bare Abwär­me­leis­tung liegt bei rund 360 kW – mit zusätz­li­chen tech­ni­schen Maßnah­men bei bis zu 535 kW.

Neben der Abwär­me­nut­zung wird das RZ durch eine Photo­vol­ta­ik­an­lage auf dem Dach mit Ener­gie versorgt. Zusam­men mit der Regen­was­ser­nut­zungs­an­lage für beide Gebäude bietet dieses Konzept Ener­gie­ef­fi­zi­enz und Nach­hal­tig­keit auf höchs­tem inno­va­ti­vem Niveau.

Aufgrund der Beson­der­heit, ein Rechen­zen­trum ohne mecha­ni­sche Kälte­er­zeu­gung zu errich­ten, wird dieses RZ voraus­sicht­lich die Basis für ein Forschungs­pro­jekt des Hermann-Riet­schel-Insti­tuts der tech­ni­schen Univer­si­tät Berlin. Ziel des Forschungs­pro­jek­tes wird es sein, diese Tech­no­lo­gie einem brei­tem Kreis bekannt zu machen und weiter­zu­ent­wi­ckeln.